Rückblick 2008
Unsere Handelsstrategie basiert auf einer empirischen Forschung, die Marktdaten von den 80’er Jahren bis in die junge Vergangenheit berücksichtigt. Das ist ein Zeitraum, in dem
* unterschiedliche Wirtschaftsbedingungen und Krisen herrschten (mehr .. ),
* sich die Anzahl der aktiven (Kapital-) Marktteilnehmer vervielfachte (mehr ..) und
* die Geschwindigkeit der Informationsausbreitung durch das Internet rasant zunahm.
In Marktdaten dieses Zeitraumes konnten wir quantitativ messbare Größen identifizieren, die über den vollständigen Zeitraum nahezu konstant blieben. Diese Größen bilden das Fundament unserer Handelsstrategie. Entsprechende Simulationsrechnungen bestätigten unsere Theorie ebenso, wie unsere Pilotphasen aus den Jahren 2006 und 2007.
Im Jahr 2008 starteten wir deshalb unsere Generalprobe: Wir testeten unsere Handelsstrategie mit größeren Geldmengen und vielen Transaktionen.
In diesem Jahr beobachteten wir in den Märkten und Indizes extreme Schwankungen und unsere Handelsstrategie meldete fast permanent „Volatilitätsalarm“. Die Volatilität an den Börsen war so hoch, dass sie kurze Zeit später in den Nachrichten zur besten Sendezeit Schlagzeilen machte. Diese Schwankungen waren aber keine, wie zu Beginn des Jahres noch angenommen, extreme und einmalige Ereignisse. Aus unserer heutigen Sicht und Meinung sind diese Schwankungen Vorboten einer neuen globalen Handelswelt. In dieser werden die Informationen wesentlich schneller und aggressiver gestreut, intrigiert und verarbeitet und viele Marktteilnehmer sind für neue und extrem riskante Anlagen bereit oder sichern ihre Einlagen mit ebensolchen Anlangen ab.
Tatsächlich stiegen die von uns gemessenen Volatilitäten bis zum heutigen Tag fast kontinuierlich an und unsere Analysesysteme läuteten einen Daueralarm. Diese bewarten uns vor größten Verlusten aber auch vor hohen Gewinnen.
Heute gehen wir davon aus, dass sich die Kapitalmärkte hinsichtlich ihrer Volatilitäten in den nächsten Wochen und Monaten oder Jahren (?) nur langsam oder gar nicht beruhigen. Wir werden deshalb unsere Strategie permanent und in kleinen Schritten an aktuelle Gegebenheiten anpassen. Da diese Gegebenheiten in einigen Dimensionen gänzlich neuartig sind, können wir keine Simulationen mit statistisch ausreichenden (Markt-)Daten durchführen.
Das zukünftige Verlustrisiko schätzen wir deshalb deutlich höher ein als das bisherige im Jahr 2008. Selbstverständlich erhöhen sich dadurch auch die Chancen auf überdurchschnittlich hohe Renditen.
Wirtschaftsbedingungen und Krisen
- eine kleine Auswahl, alle Angaben sind ohne Gewähr -
1987: Der Dow Jones verliert über 20%.
Andere Börsen und Indizes folgen. Es kann kein kausaler Grund ausgemacht werden. Manche Experten glauben, dass eine computerunterstützte Kettenreaktion über Stopp Loss Marken die Kurse verfallen lies. Es dauerte ca. 1,5 Jahre bis die Indizes sich wieder erholten.
1990: Die Welt schaut nach Kuwait und in den Irak.
Der Krieg beeinflusst die Börsen weniger stark als manche Analysten vorhersagten. In Köln und auch anderen Orten fällt der Rosenmontagzug aus. In Deutschland war dies aber auch das Jahr der Wiedervereinigung, weshalb manche Analysten die drastischen Börsenverluste in Deutschland auf die geschwächte Konjunktur des wiedervereinten Deutschland zurück führten.
2000: Es platzt die Blase des Neuen Marktes.
Die Auflagen der Finanzzeitschriften gehen deutlich zurück. Behavioral Finance Experten versuchen das irrationale Verhalten der Akteure zu beschreiben. Das Börsensegment „Neuer Markt“ bricht zusammen bevor es drei Jahre später endgültig von der Bildfläche verschwindet. Auch einzelne DAX-Werte verlieren bis dahin mehr als 90%.
2001: Anschlag gegen Amerika.Nach den Anschlägen am 11. September glaubten manche Nordamerikaner, dass ihr Land vom Krieg heimgesucht wird. Tatsächlich zog der Krieg der Amerikaner nach Afghanistan und in den Irak. Die Börsen setzten ihren Abwärtstrend sprunghaft fort, bis sie im Jahre 2003 einen Tiefstand erleben. Der DAX notierte im Jahre 2003 ca. 2200 Punkte. Das entspricht einem Verlust von mehr als 70% bezogen auf seinen Höchstkurs. <<< zurück
Marktteilnehmer
Noch in den 80er Jahren und Anfang der 90er waren es fast ausschließlich Kreditinstitute und wenig private Aktienhändler, die per Telefon oder Telefax Wertpapiere orderten. Die meisten Privatanleger hingen am Tropf ihrer Bank. Sie zahlten sehr hohe Beratungs- und Transaktionskosten und orderten Aktienpaktete meist als langfristige Anlage. Der tatsächliche Einstiegszeitraum , den die privaten Aktionäre wählen durften, war in der Regel eine Aktienauktion (Eröffnungskurse, Schlusskurse, Kassakurse) oder er wurde willkürlich von der Bank festgelegt.
Gegen Mitte der 90er Jahre boten zunächst Kreditinstitute in Amerika, dann auch in Europa ihren Kunden eine direkte Börsenanbindung. Heute nutzen diese Technologien bereits Schüler und Studenten. Die Transaktionskosten sind so gering, dass sich selbst mit kleinsten Geldbeträgen der Intradayhandel lohnen kann.
In der wibfin Datenanalyse verändern sich mehrer Parameter signifikant in der Mitte der 90’er Jahre. Diese führen wir darauf zurück, dass seit dieser Zeit eine Vielzahl von Anlegern unmittelbar das Börsengeschehen beeinflusst. <<< zurück




